Tag des offenen Denkmals 2021

Grabungsstaedte – Kunst oder Denkmal, Schein oder Sein?

Die Bodeninstallation Grabungsstaedte ruft vielfältige Assoziationen hervor, was auch die andauernde Künstlerischen Rezeptionsforschung im Kunstwerk ermittelt hat. Aus den Grundmauern eines sechsstöckigen Wohngebäudes in Plattenbauweise hervorgegangen, simuliert das Kunstwerk ebenerdig ein typisches Wohngeschoss dieser industriellen Fertigungsmethode mit großen Modulen, wieder möbliert mit Möbeln aus dem gleichen Baustoff wie das Bauwerk selbst. Grabungsstaedte bildet eine historische Wohnform ab und konserviert diese für die Zukunft. Ihre Erscheinung suggeriert archäologische Grabungsstätte, Sukzessionsfläche, Museum und Spielplatz in einem.

Die Grabungsstaedte lädt zum Tag des offenen Denkmals auch 2021 zu einem besonderen Besuch ein. In einem Gespräch erwägen Publikum, Künstlerin Dagmar Schmidt und Bildhauer Andreas Freyer Fragen zu den Wirklichkeiten und Wahrnehmungen, Erfahrungen und Träumen. Es geht um ein Projekt für die Silberhöhe als Museum im Freien mit der Grabungsstaedte als Ausgangs- und Zielort. Wieviel Sein steckt in einem Kunstwerk?

Filmstill aus Grabungsstaedte 2020, Aufnahme Alexander Kühn, Halle (Saale)