Grabungsstaedte in Halle (Saale) finden
Das Kunstwerk verändert sich durch menschliche Nutzungsspuren, die Ansiedlung von Pflanzen und tierischen Bewohnern. Diese Veränderung auf konstantem Display gehört zur Grabungsstaedte.
Dagmar Schmidt, Künstlerin
Transkript: Dr. Johannes StahlFelix und Levin sind bewaffnet. Beide spielen auf den Wänden der Grabungsstaedte. Den Boden der Grundrisse dürfen sie nicht betreten. „Da ist ein giftiger Schlamm.“ Felix hat ein Stück seiner Munition verloren, hinter der Badewanne …
Die Bodeninstallation inspiriert in den Jahren ihres bisherigen Bestehens immer wieder Menschen: Sie wird fotografisch abgebildet, gepostet, als Filmlocation gewählt, aufgenommen in die Radio Corax Serie „Mein Lieblingsort in Halle“, dient als Treffpunkt für Jugendliche und als Spielplatz für Kinder, als Ausgangspunkt für Kunstgespräche, als Ziel von Kunstpfaden und für Kunstforscher. Hier wird BMX-Radfahren und Parcours gelebt und die Kräfte an den Betonmöbeln ausgepowert. Bilder davon flackern durch das World Wide Web. Hier wird geplaudert, geträumt, entdeckt, gechillt, gesprayt und sogar gegrillt.
Was lässt sich von all den Erlebnissen an der Grabungstaedte selbst ablesen? Was hat (Gebrauchs-)Spuren hinterlassen? Die Fotoreihen von Anfang an legen Zeugnis ab, eine Chronologie in Bildern.




